Bilanzen

Im Unterschied zur schlagbezogenen Düngeberatung werden bei der Optimierung des Nährstoffmanagements die gesamtbetrieblichen Nährstoffströme ausgewertet, um Verbesserungen zunächst dort zu erreichen, wo sie wirtschaftlich am effektivsten sind.
Das gesamtbetriebliche
Nährstoffmanagement hat besonders bei viehhaltenden Betrieben eine große Bedeutung, wo z. B. auch eine Fütterungsberatung wasserschutzwirksam sein kann. Zur Ist-Zustands- und Erfolgsbewertung sowie zur Schwachstellenanalyse dienen Bilanzen als geeignetes Instrument.
Denn die
Bilanz hilft den Beratern und Ihnen:

- der gesetzlichen Aufzeichnungspflicht nachzukommen
- Verlustgrößen im betrieblichen Nährstoffkreislauf aufzudecken und damit
   Beratungsprioritäten
zu erkennen

- langfristig den Erfolg Ihrer Anstrengungen im Wasserschutz zu sehen

Flächenbilanzen
Bei einer Flächenbilanz wird die Nährstoff-Zufuhr durch die Düngung der
Nährstoff-Abfuhr durch das Erntegut auf einem gegebenen Schlag gegenübergestellt. Sie stellt eine Erfolgsgröße der Nährstoff-Effizienz dar. Voraussetzung für die Erhebung von Flächenbilanzen ist eine genaue Aufzeichnung des Landwirtes über alle auf der Fläche durchgeführten Maßnahmen in einer Ackerschlagkartei. Ziel unserer Beratungstätigkeit ist es, mit diesem Instrument die Stickstoffdüngung der Stickstoffabfuhr anzupassen.


Hoftorbilanzen
In der Hoftorbilanz werden die Nährstoff-Importe den Nährstoff-Exporten eines
Betriebes gegenübergestellt. Berücksichtigt werden dabei u. a. der Dünge- und Futtermittelzukauf sowie der Verkauf von pflanzlichem Erntegut und tierischen Erzeugnissen. Nährstoffströme innerhalb des Betriebes, wie die Ausbringung hofeigener Wirtschaftsdünger, tauchen in der Hoftorbilanz
nicht auf. Der flächenbezogene Hoftorbilanz-Saldo (mittlerer Saldo je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche LF) ermöglicht unter Berücksichtigung des Betriebstyps (Veredlungs-, Futterbau und Marktfruchtbetriebe) die grundwasserschutzbezogene Bewertung der Nährstoffflüsse eines Gesamtbetriebes.

Aktuelles

29.06.2018

Der Zwischenfruchtanbau liefert einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz! Was Zwischenfrüchte sonst noch können und was bei ihrem Anbau zu beachten ist, erfahren Sie hier (PDF)

 

19.04.2018

Das Wintergetreide, vornehmlich Wintergerste, befindet sich meist in BBCH 30/31. Die 2. N-Gabe sollte jetzt gegeben werden. Zur Orientierung: Bis zum Schossbeginn sollten insgesamt etwa 110 kg N/ha ausgebracht worden sein. Bei einer 1. Gabe von beispielsweise 60 kg N/ha sollte die 2. Gabe in Höhe von 50 kg N/ha gegeben werden. Gülle ist dabei ausreichend zur berücksichtigen (Faustzahl Anrechnung Rindergülle: 55% des Gesamt-N, flüssige Gärreste: 85% des Gesamt-N). Weitere Infos sind im Rundschreiben zu finden. Der N-Düngebedarf nach Dügebedarfs-
ermittlung darf nicht überschritten werden!

 

07.03.2018

Rundschreiben 01/18

- Nmin-Werte im Frühjahr 
  2018
- Vergleich Herbst-Nmin  
   2017 und
   Frühjahrs-Nmin 2018
- Düngeempfehlungen
  2018
- Hinweise zur neuen
  Düngeverordnung

Hier finden Sie weitere Infos

 

07.12.2017

Ein Merkblatt zur Neuen Düngeverordnung finden Sie hier.

 

05.10.2017

Seit dem 03.10.2017 gilt die neue Klärschlamm-verordnung (AbfKlärV). Das Ausbringen von Klärschlamm in Wasser-schutzgebieten (Zonen I-III) ist damit ab sofort verboten. Weitere Informationen sind auf den Internetseiten des Bundes-umweltministeriums zu finden.

 

12.09.2017

Sperrfristen: Eine Übersicht über die Sperrfristen zum Ausdrucken ist hier (PDF) zu finden.

 

21.08.2017

Die neue Düngeverordnung (DüV) sieht wichtige Neuerungen vor. Hier finden Sie weitere Informationen zur Herbstdüngung.

 

 18.08.2017

Die Ausbringung organischer Düngemittel zur Wintergerstensaat führt regelmäßig zu hohen N-Überschüssen im Herbst. Ein Düngebedarf besteht in der Regel nicht. Deshalb sollten jegliche Güllegaben zu Wintergerste unterbleiben. Organische Düngemittel sind vorrangig zu Zwischenfrüchten, Winterraps und auf Grünland/Feldgras auszubringen.

 

30.06.2017

Rundschreiben 02/17:
N-Düngung nach der Ernte, nachernte-Management, Fruchtfolge und Grunddüngung.
Hier finden Sie weitere Infos

 

05.04.2017

Weitere Nmin-Untersuchungen bestätigen das hohe Niveau der Frühjahrs-Nmin-Untersuchungen. Hier finden Sie weitere Infos.

 

24.03.2017

Aktuelle Boden-wasserhaushalts-berechnungen zeigen, dass die Niederschläge seit Nmin-Probenahme Mitte Februar auf lehmigen Standorten kaum zu Nitrat-Verlagerung geführt haben (ca. 5 cm). Lediglich unter sandigen Standorten kam es zu einem geringen Sickerwasseranfall und zu Verlagerungen von bis zu 30 cm. Auf Standorten mit mindestens mittlerer Feldkapazität ist nicht davon auszugehen, dass nennenswerte Nitratmengen ausgewaschen wurden. Grundlage der Berechnung sind insgesamt 60 mm Niederschlag seit Mitte Februar.